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Innovative Büromodule für den Nationalpark Eifel

Das neue Bürogebäude der Nationalparkverwaltung in der Eifel setzt neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation. Geplant und umgesetzt hat das Gebäude das ostwestfälische Unternehmen LivingCon. Die mobilen Büromodule aus Holzrahmenbau wurden am 8. Mai offiziell in Betrieb genommen.

Freuen sich über die Eröffnung des modernen Gebäudes: Nationalpark-Leiter Dr. Michael Röös, Heinrich Barkmeyer, stellv. Leiter Wald und Holz NRW, Zimmermeister Helmut Schäfer, Geschäftsführer LivingCon und Werner Kenning, LivingCon (v.l.n.r.)

Bislang dienten den Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung in Schleiden-Gemünd Baubürocontainer als Erweiterung des Hauptgebäudes. Diese boten nach Angaben von Wald und Holz NRW auf Dauer jedoch keine guten Arbeitsbedingungen. Aus diesem Grund ist jetzt am Standort der alten Metallcontainer ein zweigeschossiger Neubau aus Holzmodulen entstanden, der Platz für neun Einzelbüros, einen wissenschaftlichen Arbeitsraum, eine Küche sowie Lager- und Sanitärräume bietet. Ein wesentliches Kriterium für den Neubau war, dass dieser nur temporär am Standort verweilen soll, da in den nächsten Jahren eine Standortverlagerung der Nationalparkverwaltung nach Vogelsang ansteht.

Die bei der Einweihungsveranstaltung anwesenden rund 50 Vertreter von Kommunen und Verwaltung zeigten sich von dem Gebäude und dem zugrundeliegenden Konzept begeistert. Wald und Holz NRW bezeichnet die neuen Büros als ein Best-Practice Beispiel für den Holzmodulbau in Nordrhein-Westfalen.

Nachdem die Module im Werk in Schlangen komplett gefertigt wurden, werden diese auf Sattelzügen in die Eifel transportiert

Die Vorteile dieser flexiblen Raumlösung sind vielfältig. So wurden die Module für das Gebäude in nicht einmal zwei Monaten schlüsselfertig in der Werkshalle vorgefertigt, anschliessend mit dem Sattelzug in die Eifel transportiert und dort innerhalb weniger Stunden montiert. Genau so unkompliziert kann auch der Standort des gesamten Gebäudes oder einzelner Module verlegt und so anderweitig genutzt werden. Der Bau erfüllt sehr hohe Standards, beispielsweise an Brandschutz, Barrierefreiheit und Ergonomie sowie alle aktuellen Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung. Anforderungen an den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz werden vorbildlich erfüllt, was sich positiv auf die Betriebskosten auswirkt. Durch die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz konnten 107 Tonnen Kohlendioxid gegenüber einem herkömmlichen Gebäude eingespart werden. Generell steht der Modulbau aus Holz qualitativ Gebäuden aus Stein und Beton in nichts nach und gewährleistet eine entsprechend langfristige Nutzungsdauer.

Diese zukunftsweisende Bautechnik eignet sich sowohl für die schnelle Erweiterung von Gebäuden, als auch für den Neubau von Tiny-Houses, Kitas, Schulen, Studentenwohnheimen, öffentlichen Gebäuden sowie für ein- oder mehrgeschossige Privat- oder Gewerbeobjekte. Dabei setzt der moderne Holzbau stets Standards beim nachhaltigen und klimafreundlichen Bauen.

Bilder vom fertigen Objekt und der Einweihungsveranstaltung:

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